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Matthias Hastall

Jun.-Prof. Dr. Matthias Reiner Hastall
Juniorprofessor
Fakultät Rehabilitationswissenschaften
Abteilung Sprache & Kommunikation
Technische Universität Dortmund

 

 

Warum sind Sie Wissenschaftler geworden?

Weil ich ausgesprochen gern kritisch denke. Und weil es mir seit meiner Kindheit großen Spaß macht, weit verbreitete Erklärungen für soziale Phänomene kritisch zu hinterfragen.

Woran arbeiten Sie?

Ich forsche an Wegen, um mittels möglichst eleganter strategischer Kommunikation die soziale Teilhabe und das gesundheitliche Wohlbefinden von Personen dauerhaft zu fördern und Diskriminierungen abzubauen.

Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit?

Das intensive Arbeiten mit Menschen. Und die seltenen Momente, in denen es mir gelingt, ein Phänomen besser zu verstehen – beispielsweise das komplexe und oftmals kontra-intuitive Zusammenspiel verschiedener Einflussfaktoren auf menschliches Verhalten.

Was unterscheidet den/die Wissenschaftler:in von Personen anderer Berufsgruppen?

Angesichts der fortschreitenden Akademisierung der Gesellschaft werden die Hauptunterschiede immer geringer. Ohne fundiertes bzw. evidenzbasiertes Wissen, eine gewisse methodische Expertise und die Fähigkeit zum (selbst-)kritischen Denken kommt man schon heute in vielen Bereichen nicht mehr allzu weit. Und wie wird das erst in zehn Jahren aussehen?

Würden Sie anderen raten, in die Wissenschaft zu gehen?

Definitiv, wenn man weiß und mag, worauf man sich intellektuell und beruflich einlässt. Wenn man die großen Freiheiten zu schätzen weiß und mit der leider (noch) oft langen beruflichen Unsicherheit entspannt oder zumindest konstruktiv umgehen kann.

Was für ein Typ muss man sein, um in der Wissenschaft zu arbeiten?

Neugierig, offen für Komplexität und Widersprüche statt dogmatisch, lesefest.